Superheld: Teil 9

Wenn du lustiger sein willst, kannst du nicht davon ausgehen, dass du neue Anekdoten an der Decke findest. Lern zwei Witze auswendig, schau einen lustigen Film, geh raus und mache Beobachtungen. Den auswendig gelernten Witz erzählst du morgen, am nächsten Tag erzählst du die beste Szene der Komödie nach und tags darauf werden deine Beobachtungen lustig verpackt.

Kleine Schritte führen dich zum großen Ziel: Superheld. Irgendwann schaffst du es nicht mehr die Liste mit Kleinigkeiten zu füllen, dann geht es an das Eingemachte und die großen Brocken. Dann musst du als Ninja Turtle nicht mehr gegen Footsoldier kämpfen, du knöpfst dir Rocksteady und Bepop bis du es zum Shredder schaffst.

Wie, wo, was du gerade bist, musst du nicht bleiben. Behalte bei, was dich auszeichnet. Aber: Inspiration und Ideen abschauen sind nicht verboten. Stell dir die Frage: Versuchst du wirklich, das zu tun, was dich glücklich macht? Wie weit bist du in Sachen Zufriedenheit? Sind wir noch in der Vorgeschichte?

Ein typischer Durchschnittstyp sein, sich ständig anpassen, ist nicht notwendig. Du kannst aus der Reihe tanzen wie der Lead-Sänger einer Boygroup. Durchschnittlich heißt, meistens in der grauen Masse versinken. Es heißt auch, dass fast die Hälfte der anderen Leute besser als du ist. Ja-Sagen brauchst du nur bei deiner Meinung und Mitlaufen nur auf deinem Weg. Typen sind willkommen wie im Stripclub.

Jeden Tag ein bisschen aufgeschlossener, ein bisschen spontaner, ein bisschen sportlicher werden, sind erstrebenswerte Ziele. Wir sind aber nicht in einem Kurzfilm: Du hast dich über all die Jahre auf deiner jetzigen Persönlichkeit eingependelt. Morgen wirst du wohl nicht als neuer Mensch aufwachen. Gib dir genügend Zeit, aber geh besser jetzt als gleich den ersten Schritt von Clark Kent zu Superman.