Gönnhardt: Kapitel 39

Ab dafür.

Bugar: Hey, pssst. Bugar flüsterte Schorschi etwas ins Ohr.

Schorschi versuchte sich alles ganz genau zu merken. Er war jedoch ziemlich aufgeregt, das war schließlich wie eine Runde stille Post. Bloß nichts vergessen! Schorschi eilte zu Gönnhardt und den anderen. Auf dem Weg verarbeitete der feiste Fuchs Bugars Botschaft. Am Ziel angelangt war der dümmliche Gesichtsausdruck einer ängstlichen Maske gewichen. Eigentlich wollten die anderen Füchse gerade raus, doch der Anblick des Ankommenden machte deutlich, dass etwas in der Luft lag.

Schorschi: Die Wölfe haben gemeint, dass wir sofort in den Keller umziehen müssen, sonst beißen sie uns so fest, dass wir blutig sind.

Gönnhardt fiel bei der Nachricht aus allen Wolken. Gönnhardt vergewisserte sich voller Unglauben und Entsetzen: WAS?!?

Schorschi sah Gönnhardt verwirrt an, wiederholte laut und langsam: DIE WÖLFE HABEN GEMEINT, DASS WIR SOFORT IN DEN KELLER UMZIEHEN MÜSSEN, SONST BEISSEN SIE UNS SO FEST, DASS WIR BLUTIG SIND!

Gönnhardt: Na großartig.

Schorschi: Ich finde das nicht großartig.

Bevor Gönnhardt einen klaren Gedanken fassen konnte, platzten Drohl und Hammak ins Zimmer. Die beiden bauten sich bedrohlich auf. Die zweite Angriffslinie bildete das Wolfsluder Zmirka. Die Nachzügler Gorra und Bugar sahen unbeteiligt beziehungsweise peinlich berührt aus, als sie die letzte Reihe der vorderen Front bildeten.

Angriff? Verteidigung! Auch die Füchse formierten sich. Ganz vorne Schorschi und Gönnhardt, dahinter Claudette, Reinholdt, Bertram, Florentine.

Hammak wiederholte die Forderung der Wölfe: Füchse weg, runter Keller.

Drohl nickte zufrieden. Zmirka grinste teuflisch hinter den Hintern der Brüder hervor. Sie war es, die auf die Idee gekommen war. Claudette ergriff das Wort: Was? Ich soll in einem Keller leben? Kommt gar nicht in Frage, so weit unten bei all dem Staub und der Erde wohnen, nee, nicht.

Reinholdt verdrehte die Augen, aber verkniff sich seinen spöttischen Kommentar. Zu ernst war die Lage, obwohl er Claudette gerne aufgezogen hätte. Hat sie ernsthaft schon vergessen, wo sie früher gewohnt haben?

Zmirka stupste Drohl an. Der drehte sich um, sah die bösen Augen seiner Frau und verstand: Runter, sofort!

Ach wie herrlich, die entsetzten Gesichter dieser kleinen Opfer, Zmirka wollte mitmischen. Zmirka zu Florentine: Du runter oder Knoten im Fell.

Drohl: Ja.

Hammak hatte genug gehört. Hammak beendete die Diskussion. Hammak ließ Taten statt weitere Worte sprechen. Kaum hatte Drohl seiner Gattin zugestimmt, sprang Hammak vor. Der kräftige Wolf biss Schorschi ansatzlos und unerwartet in die Schulter. Drohl verstand das Zeichen. Er rempelte Gönnhardt an. Die beiden Wölfe beugten sich synchron nach unten, senkten die Köpfe und knurrten.

Es verging kein Augenblick, höchstens ein Blinzeln. Jeder der folgenden Schritte dauerte nur eine halbe Millisekunde: Schorschi wurde gebissen, Claudette sah es, sie riss die Augen auf, Gönnhardt stolperte in sie, sie verlor ihr Gleichgewicht.

Dann dauerte es nicht lange, bis sich Claudette wieder gefangen hatte und fest auf allen Vieren stand. Claudette ließ sich so etwas nicht bieten. Weiter im Takt: Sie sprang ab, verbiss sich in Drohls rechtem Bein. Keine Frage, ohne nachzudenken eilte Reinholdt seiner Schwester zu Hilfe. Er zog und riss an Drohls linkem Bein.

Nachdem auch Florentine und Bertram aktiv in das Geschehen eingegriffen hatten, herrschte ein heilloses Durcheinander. Es war ein grau-braunes Chaos: Fell über Fell neben Fell hinter Fell. Es flogen Knäuel aus Tierhaar durch die Luft – ein Albtraum für jeden Allergiker. Die beiden Wölfe und die sechs Füchse waren ineinander verkeilt und wirbelten durch den Raum.

Die anderen Wölfe bekamen eine wilde Show geboten. Die Schlägerei wirbelte durch den Ballsaal. Stühle wurden umgeworfen, Lampenschirme rissen, Schüsseln zerbrachen. Das Getöse hinterließ ein Feld der Verwüstung.

Boink!

Die Kämpfer prallten an die Wand, dopsten ab wie ein Gummiball. Sie hinterließen Fußabdrücke und Blutspuren auf der Tapete. Kurz darauf waren sie wieder in der Mitte des Zimmers. Dort verharrten die anderen Wölfe verdutzt/amüsiert/genervt. Zmirka wollte gerade zu einem Biss ansetzen. Zu spät, Sieg und Niederlage waren bereits besiegelt. Selbst in Unterzahl wurden die Wölfe ihrer Favoritenrolle gerecht. Drohl und Hammak hatten ihre Gegner abgefertigt. Triumphierend schauten sie auf die am Boden liegenden Füchse herab.

Gönnhardt rappelte sich als erster auf. Gönnhardt begutachtete die Wunden der Gruppe. Es hatte niemanden lebensbedrohlich erwischt, es war aber auch keiner glimpflich davon gekommen. Jeder der Füchse hatte Bisse sowie ausgerissene Haare erlitten. Beschwichtigend keuchte Gönnhardt: Ok, gewonnen.

Die Füchse drängten sich gegenseitig zurück. Sie brauchten Sicherheitsabstand. Drohl und Hammak waren zwar ebenso außer Puste, doch Zmirka strotzte vor negativer Energie.

Zmirka fauchte: Keller oder Kampf.

Claudette und Reinholdt, sahen einander an. In stiller Eintracht richteten sich die zwei auf, waren bereit für die nächste Runde. Claudettes Hinterlauf war aufgerissen, sie humpelte hölzern los. Reinholdt war treu an ihrer Seite.

HALT!

Gönnhardt stoppte die beiden, bevor sie kritisches Terrain erreichten. Er überholte seine Freunde, stellte sich schützend vor sie. Gönnhardt schloss die Augen: Wir gehen in den Keller. Verstanden, Roger.

Die Füchse verließen geknickt das Schlachtfeld.

Zmirka lachte hämisch, während sie anfing, die Besitztümer der Füchse an die Tür zum Keller zu tragen. Bereits nach einem einzigen transportierten Teil schnauzte sie die anderen an: Den Rest ihr tun.

Noch mehr Arbeit. Drohl stöhnte erschöpft auf. Hammak wollte erst noch etwas klären. Er schaute seinen Bruder verwirrt an: Dein Name Drohl?! Nicht Roger?!

***

Dieses Kapitel ist ein Teil des Buches Gönnhardt: Füchse, Kriege, Flüchtlingskrise. Ich hoffe, dass dir die Kostprobe gefallen hat. Ich denke allerdings, dass es mehr Spaß macht, wenn man das Buch als Komplettpaket liest. Was dich trennt? Die Bestellung. Keine Sorge: Falls du das Buch kaufen möchtest, musst du nicht viel Geld ausgeben.

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