Druck: Teil 7

Und dann die Verpflichtungen, die getan werden müssen. Dass man von Luft und Liebe nicht leben kann, wissen wir. Da Fehlen auf jeden Fall Vitamine und Mineralstoffe. Leider braucht man auch ein bisschen Kohle. Gewissen Aufgaben und Terminen kann man nicht aus dem Weg gehen, wenn man nicht am schlechten Rand der Gesellschaft enden will. Bei diesen Themen gilt aber, dass du dich nicht mit Elan für eine einsplusmitsternchen reinhängen musst. Bei so was reicht eine dreiminus mit puh,nochmalungeschorendavongekommen wie ein Hippie-Schaf.

Durchatmen!

Manchmal dreht man sich im Kreis die Spaghetti auf die Gabel. Hier macht man sich verrückt, da fühlt man sich verantwortlich und dort ist man ganz anders als alle anderen. Dann muss man sich eine Handvoll Minuten nehmen: Warum mache ich mich verrückt? Muss es gemacht werden oder ist das nicht meine Aufgabe?

Die einzige Deadline, die zählt hat ihr Ende doch im Grab (oder der Urne, im Meer oder in einer Untotenarmee). Da wird der Ist-Zustand vernachlässigt, damit man im Alter sorgenlos und in der Rente reicht ist. Mit der Einstellung würde man keine Oma hinterm Ofen hervorlocken können. Die Oma würde dir raten: Genieß deine Jugend, meine Herzkirsche. Es kommt immer anders als man denkt. Jetzt auf alles zu verzichten, sich im Alltagstrott zu verlieren, klingt wie ein Plan aus einem Sekten-Manifest: Arbeite hart, stell niemals Fragen, dann kommt die Erlösung. Auch das jetzt ist lebenswert.

Der andauernde Stress ist gefährlich. Da hilft nur: Ballast abwerfen, Druck ablassen, Reine machen, Verpflichtungen lösen… die Einengung sprengen. Wir machen uns Probleme, wo eigentlich keine sind. Weil sie oft nur mit einer anderen Denkweise gelöst sind. Wenn man aus jeder Mücke einen Elefant macht, kann es sein, dass man vergisst, worauf es eigentlich ankommt.

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